Ab wann sollten wir Sie in unser Bauprojekt einbinden?+
So früh wie möglich, am besten sobald der Architekt die ersten Grundrisse zeichnet. In dieser Phase ist jede Änderung ein Federstrich: Der Serverraum wandert an eine bessere Stelle, die Leerrohre werden großzügiger, die WLAN-Punkte passen zum Grundriss. Auf der Baustelle wird aus demselben Wunsch ein Aufbruch. Dazu kommt die Lebensdauer: Eine strukturierte Verkabelung bleibt 15 bis 20 Jahre im Gebäude, die aktive Technik wird in dieser Zeit mehrfach getauscht. Wir begleiten Bauprojekte in der Region Ingolstadt, Pfaffenhofen, Kelheim und Eichstätt: den Firmen-Neubau ebenso wie das Schulhaus oder den Rathaus-Anbau einer Gemeinde.
Arbeiten Sie mit unserem Elektriker zusammen?+
Ja, genau so ist die Arbeitsteilung gedacht. Wir planen die Netzwerk-Struktur, legen Trassen, Dosen und die Lage des Technikraums im Plan fest und stimmen uns im Rohbau direkt mit Ihrem Elektriker ab. Die Kabel zieht der Elektriker: Verkabelungs- und Elektroarbeiten samt Messung bleiben sein Gewerk. Wir übernehmen danach den Netzwerkschrank, die aktive Technik und die Einrichtung. Diese klare Trennung erspart Ihnen die Rolle des Dolmetschers zwischen den Gewerken: Beide reden direkt miteinander, und Sie bekommen ein Ergebnis statt zweier Zuständigkeiten.
Was kostet die Begleitung durch die Bauphasen?+
Das hängt von Größe und Umfang Ihres Projekts ab, deshalb steht bei uns erst das Gespräch und dann das Angebot. Darin schlüsseln wir die Phasen einzeln auf: Sie sehen genau, was die Planung umfasst, was die Begleitung im Rohbau und was der Ausbau. Sie können auch einzelne Phasen beauftragen, etwa nur die Planung mit Ihrem Architekten. Eines lässt sich ohne Angebot sagen: Nachrüsten kostet erfahrungsgemäß ein Vielfaches dessen, was dieselbe Netzwerkdose im Bauplan gekostet hätte. Der frühe Einstieg ist darum fast immer der günstigste.
Geht das auch im Bestand oder bei einer Sanierung?+
Ja. Eine Sanierung ist die zweite Chance, die Netzwerk-Struktur richtig zu machen: Solange Decken oder Wände offen sind, gelten dieselben Regeln wie bei der Verkabelung im Neubau. Wir nehmen den Bestand auf, klären, welche Leitungen bleiben können, und planen die neue Struktur passend zum Bauablauf. Auch ganz ohne Baustelle lässt sich vieles verbessern: eine saubere WLAN-Ausleuchtung, ein aufgeräumter Netzwerkschrank, eine nachvollziehbare Dokumentation. Ehrlich bleiben wir trotzdem: Im Altbau bleibt mancher Kabelkanal sichtbar, wo im Neubau ein Leerrohr gelegen hätte.
Übernehmen Sie nach der Übergabe auch den laufenden Betrieb?+
Ja, und aus unserer Sicht ist das der logische Abschluss: IT-Planung Neubau endet nicht mit der Übergabe. Wer die Struktur geplant hat, kennt jede Dose, jedes Patchfeld und jeden Netzbereich: Diese Dokumentation pflegen wir im Betrieb einfach weiter. Im Wartungsvertrag vereinbaren wir Reaktionszeiten, Monitoring und einen festen Ansprechpartner, per Fernwartung und vor Ort in der Region. Sie können den Betrieb aber ebenso an Ihre interne IT übergeben: Unsere Unterlagen sind so angelegt, dass jeder damit weiterarbeiten kann.
Wie planen wir das Netzwerk im Neubau richtig?+
Vom Arbeitsplatz aus, nicht vom Kabel. Zuerst klären wir, wer in welchem Raum arbeitet und welche Geräte dazukommen: Drucker, Telefone, Kameras, Zutrittskontrolle, Displays. Daraus ergeben sich die Netzwerkdosen mit Reserve, die WLAN-Punkte an der Decke und die Lage des Technikraums. Der gehört möglichst zentral, denn eine fest verlegte Kupferstrecke zwischen Patchfeld und Dose darf höchstens 90 Meter lang sein. Dazu kommen großzügige Leerrohre zwischen Etagen und Gebäudeteilen, damit spätere Erweiterungen ohne Stemmarbeiten gehen. Am Ende steht ein Plan, mit dem Architekt und Elektriker direkt weiterarbeiten.
Was muss ein Serverraum im Neubau bieten?+
Weniger Fläche, als viele einplanen, aber die richtigen Eigenschaften. Der Raum braucht eine Kühlung, die auch im August reicht, eine USV, einen abschließbaren Zugang und eine Brandmeldung. Leitungen, die nicht der IT dienen, gehören nicht hinein, vor allem keine Wasser- oder Heizungsrohre. Orientierung gibt der IT-Grundschutz des BSI: Für kleine Installationen mit ein oder zwei Servern genügt oft ein Technikraum oder Schrank nach Baustein INF.5, ein echter Serverraum folgt dem Baustein INF.2. Wir legen die Anforderungen mit Ihrem Architekten fest, solange Lage, Lüftung und Stromkreise noch auf dem Papier stehen.
Wie viele Netzwerkdosen und Access Points braucht ein Raum?+
Das ergibt sich aus der Nutzung, nicht aus einer Faustzahl. Wir gehen Raum für Raum durch: Wie viele Arbeitsplätze sitzen dort, kommen Drucker, Telefone, Kameras oder Displays dazu, und was ist in einigen Jahren denkbar? Daraus entstehen die Dosen, immer mit Reserve, denn eine fehlende Dose wird später zum Kabelkanal auf dem Putz. Bei den Access Points entscheiden Wände, Decken und die Zahl der Geräte, die gleichzeitig funken. Deshalb planen wir die WLAN-Punkte am Grundriss und prüfen sie mit einer Ausleuchtung, sobald die Räume stehen.