Wer gerade neue Rechner, Server oder Speicheraufrüstungen anfragt, erlebt Hardware-Preise, die mit den Katalogen von vor einem Jahr nichts mehr zu tun haben. Die Ursache ist kein Lieferketten-Drama wie zu Pandemiezeiten, sondern schlicht Nachfrage: Der weltweite Ausbau von KI-Rechenzentren verschlingt Speicherchips in nie gekannten Mengen und hat vor allem die Preise für Arbeitsspeicher (DRAM) explodieren lassen. Für Betriebe und Kommunen heißt das: Beschaffung braucht gerade mehr Planung als sonst, und ein paar alte Faustregeln gelten vorerst nicht.
(Die konkreten Zahlen dieses Beitrags geben den Stand von Mitte 2026 wieder; bei der Lektüre später bitte die aktuelle Lage prüfen, wir passen unsere Beschaffungsempfehlungen laufend an.)
> Unsere aktuelle Beschaffungsregel: Was in den nächsten zwölf Monaten ohnehin gebraucht wird, jetzt konfigurieren und bestellen. Auf fallende Speicherpreise zu warten, ist derzeit die teuerste Strategie.
Passende LeistungHardware, Software & Lizenzen →Was genau mit den Hardware-Preisen passiert ist
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Die Zahlen sind auch für Branchenkenner außergewöhnlich. Seit Herbst 2025 erleben wir die stärkste Preisexplosion bei Arbeitsspeicher seit über einem Jahrzehnt: Die Vertragspreise für DRAM haben sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt, in einzelnen Segmenten wurden über 150 Prozent Zuwachs gemessen. Am Endkundenmarkt sieht es noch drastischer aus: Ein gängiges 32-Gigabyte-DDR5-Kit kostete im Frühjahr 2026 teils mehr als das Vierfache dessen, was es im Sommer 2025 gekostet hatte, und Marktbeobachter berichten für Deutschland von über 300 Prozent Preisanstieg gegenüber dem Sommer 2025.
Der Treiber ist eindeutig: Nach Analysen des Marktforschers TrendForce entfallen mehr als zwei Drittel des gesamten DRAM-Nachfragewachstums der Jahre 2025 und 2026 auf KI-Infrastruktur, also auf die Rechenzentren der großen Cloud- und KI-Anbieter. Deren Bestellungen binden die Produktionskapazität der wenigen Speicherhersteller, und für klassische PCs und Server bleibt schlicht weniger übrig. Neue Fabriken brauchen Jahre Vorlauf; mit spürbarer Entspannung rechnet die Branche frühestens ab Ende 2026, manche Hersteller warnen sogar vor Knappheit bis zum Ende des Jahrzehnts.
Die alte Faustregel “Hardware wird jedes Jahr billiger” ist vorerst außer Kraft. Wer wartet, spart gerade nicht, er zahlt drauf.
Zur Einordnung der Dynamik: Die Branchenbeobachter von TrendForce erwarten den Preishöhepunkt frühestens Ende 2026, mit anschließender Stabilisierung auf hohem Niveau statt einer Rückkehr zu alten Preisen. Einzelne Hersteller warnen sogar vor Engpässen bis zum Ende des Jahrzehnts, weil neue Chip-Fabriken Jahre an Vorlauf brauchen.
Was das konkret für Beschaffungen heißt
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Die Auswirkungen ziehen sich durch die ganze Preisliste, denn Arbeitsspeicher steckt in allem: im Büro-PC, im Notebook, im Server, im NAS. Drei Konsequenzen für die Praxis:
- Notwendiges vorziehen: Geräte, die in den nächsten zwölf Monaten ohnehin fällig sind (Austauschzyklen, auslaufende Office-Versionen, Windows-Anforderungen), jetzt bestellen statt auf Preissenkungen zu hoffen, die nicht in Sicht sind.
- Speicher realistisch, nicht maximal: Die Zeiten, in denen man “sicherheitshalber” doppelt so viel RAM bestellt hat, sind vorbei. Wir dimensionieren nach gemessenem Bedarf, aufrüsten lässt sich später immer noch, wenn die Preise sich normalisiert haben.
- Bestandsgeräte länger tragen lassen: Ein gepflegter Arbeitsplatz-PC darf gerade ein Jahr länger laufen, und zentrale Lösungen wie der Terminal Server machen aus alten Geräten vollwertige Arbeitsplätze, ohne neue Hardware in teuren Zeiten.
Nicht nur Arbeitsspeicher: die Welle zieht Kreise
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Der Preisschub bleibt nicht beim RAM stehen. Auch SSD-Speicher hängt an denselben Fertigungskapazitäten und hat spürbar angezogen, und bei Servern schlägt beides doppelt zu, weil dort die größten Speichermengen verbaut werden: Ein Server, der 2024 konfiguriert wurde, kostet in identischer Ausstattung heute deutlich mehr, allein wegen der Speicherpositionen. Grafikkarten für Arbeitsplätze konkurrieren ohnehin mit der KI-Nachfrage.
Gebrauchtmärkte und Restposten sind übrigens nur bedingt ein Ausweg: Dort steigen die Preise mit, und bei Speicherriegeln kursiert zunehmend Ware zweifelhafter Herkunft. Für den Betrieb zählt am Ende Garantie und Nachschub, nicht der Schnäppchenfund.
Für die Budgetplanung heißt das: Der Effekt betrifft nicht das einzelne Ersatzgerät, sondern jede größere Position der nächsten zwei Haushaltsjahre, vom Klassensatz-Server der Schule bis zur Virtualisierungs-Erneuerung im Betrieb. Wer größere Vorhaben plant, sollte Angebote zeitnah binden, mit Herstellern arbeiten, die Liefertermine garantieren, und Alternativen rechnen lassen: Manchmal ist die Aufrüstung des Bestands oder die Verlängerung eines Wartungsvertrags die klügere Brücke über die teure Phase.
Warum wir auf Terra aus deutscher Fertigung setzen
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In dieser Marktlage zahlt sich unsere Partnerschaft mit der Wortmann AG doppelt aus: Deren Terra-PCs, -Notebooks und -Server werden in Deutschland gefertigt und konfiguriert, mit kurzen Wegen, planbaren Lieferzeiten und Vor-Ort-Garantieleistungen statt wochenlanger Einsendungen. Für unsere Kunden heißt das: verbindliche Angebote mit realistischen Terminen statt Überraschungen aus der Spotmarkt-Lotterie, und im Servicefall einen Ansprechpartner in der Region statt einer Hotline auf einem anderen Kontinent.
Dazu kommt die Beratungsseite: Bei jeder Beschaffung rechnen wir inzwischen Varianten, etwa ob eine Speicher-Aufrüstung des Bestands wirtschaftlicher ist als der Neukauf, oder ob die zentrale Lösung die Geräteklasse drücken kann.
Auch Leasing- und Mietmodelle gewinnen in dieser Lage an Charme, weil sie die Preisspitze über die Laufzeit glätten und planbare Raten aus unplanbaren Marktpreisen machen. Die Lizenzfrage gehört ohnehin in dieselbe Rechnung.
Unser Rat für die nächsten Monate
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Kurz zusammengefasst: Planbare Beschaffungen vorziehen, Dimensionierung versachlichen, Bestand pflegen und bei alldem die Gesamtkosten statt des Stückpreises anschauen. Und für den Haushalt beziehungsweise das Budget 2027 lieber mit stabilen statt fallenden Hardware-Preisen kalkulieren, das erspart im nächsten Jahr unangenehme Nachträge. Bei unserer Leistung Hardware, Software & Lizenzen gehört diese Marktbeobachtung zum Alltag; wenn Sie eine anstehende Beschaffung durchrechnen wollen, melden Sie sich gern. Beschaffung anfragen.




